Der Bariton Thilo Dahlmann überzeugte vom ersten bis zum letzten der fünf Liedsätze nach Texten von Nikolaus Lenau und Gottfried Keller. Dahlmann musste seine Stimme in keinem Moment forcieren und changierte von mittleren in höhere Lagen behende zwischen Kopf- und Bruststimme.“

(Othmar Schoeck, NOTTURNO, Theater St. Gallen)

 

„Herrliche Lichtblicke gestattete der zu schönen klangvollen Gestaltungen fähige Bassist Thilo Dahlmann, der diese Partie anstatt des angekündigten Thomas E. Bauer sang und durch seine sehr musikalische Phrasierungs- und Betonungskunst mit seiner Arie „Gebt mir meinen Jesum wieder“ für den absoluten Höhepunkt der Aufführung sorgte.“

(Bach, MATTHÄUS-PASSION, Festspielspielhaus Baden-Baden)

 

„Thilo Dahlmann war das Beste, was man seit langem im Limburger Dom als Bass zu hören bekam. Kein Knödel, keine Bierschwärze, sondern weiche Fülle prägen seinen Stil, und heimlich keimte beim Hören der Wunsch, dass seine Arien ruhig doppelt so lange sein könnten“

(Bach, WEIHNACHTSORATORIUM)


„Der düstere Lebensschmerz fordert Interpreten, die derartige Gefühlssituationen ausdrücken können. Ulrich Rademacher und Thilo Dahlmann (Bassbariton) formten die Trostlosigkeit zum metaphysischen Poem. (...) Vor allem der 1975 an der Mosel geborene Thilo Dahlmann gab mit weicher Fülle der eisigen Kälte lyrische Tiefe, erzielte unmittelbare Wirkung, wenn die Krähe "treu bis zum Grab" folgte, und blieb auch bei tenoralem Aufbäumen gegen Lebensunlust sauber und exzellent textverständlich"

(Schubert, WINTERREISE)

 

Thilo Dahlmann studierte Gesang bei Ulf Bästlein, Berthold Schmid, Guido Baehr und Wolfgang Millgramm an der Folkwang-Hochschule Essen. Sein Konzertexamen legte er dort 2007 mit Auszeichnung ab. Wichtige Impulse erhält er durch die Zusammenarbeit mit Roland Hermann. Beim Landesgesangswettbewerb Nordrhein-Westfalen gewann er den ersten Preis.

 

In der Spielzeit 2006/2007 war Thilo Dahlmann Mitglied des Internationalen Opernstudios des Zürcher Opernhauses, wo er zahlreiche Partien übernahm. Er gastierte an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, den Wuppertaler Bühnen, dem Theater Koblenz sowie am Theater St. Gallen (Notturno/Schoeck).

 

Thilo Dahlmann sang im In- und Ausland unter Dirigenten wie Peter Neumann, Franz Welser-Möst, Jaap van Zweden, Daniel Reuß, Nello Santi, Philippe Jordan, Richard Mailänder, Helmut Müller-Brühl, Andreas und Christoph Spering, Masaaki Suzuki und Ralf Otto wichtige Partien seines Fachs. Konzerte führten ihn in die Kölner und Essener Philharmonie, das Festspielhaus Baden-Baden, Arsénal Metz, die Tonhallen Zürich und Düsseldorf, das Concertgebouw Amsterdam. DVD-Produktionen des Zürcher Opernhauses, Rundfunk- (DLF, DW, NHK,  hr, WDR, France musique) und Fernsehaufnahmen (arte, ARD) sowie CDs ergänzen seine künstlerische Tätigkeit.

 

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er Dozent für Gesang an der Musikhochschule Köln, Standort Wuppertal.